Herz & Sport - Österreichischer Herzfonds

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Rund ums Herz


Herz & Sport

Prof. Huber und Prof. Pachinger über die positiven Effekte regelmäßiger Bewegung auf die Gesundheit

Schon Platon hat gesagt, dass man jedem Menschen das richtige Maß an Ernährung und Bewegung verordnen muss. Mehr als 2000 Jahre später gibt ihm die heutige Sportmedizin recht. Kardiologen wie der Wiener Universitätsprofessor Dr. Kurt Huber sehen in der Bewegung einen Schlüssel seine Gesundheit zu erhalten bzw. sie zum Beispiel nach einem Herzinfarkt wieder zu erlangen.

Prim. Univ.-Prof. Dr. Kurt Huber, Leiter der 3. Medizinischen Abteilung mit Kardiologie am Wilhelminenspital Wien dazu: "Als Minimallösung kann man 3x30 Minuten pro Woche eine Ausdauerbewegung durchführen wie zum Beispiel lockeres Laufen oder Radfahren. Das ist nicht viel - wenn man es aber regelmäßig einhält, trägt es ganz enorm zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation bei. Man kann damit verhindern, Bluthochdruck zu bekommen oder übergewichtig zu werden."

© Kzenon - Fotolia.com
Selbst wenn es zu einem Herzinfarkt kam, kann das richtige Maß an Bewegung lebensentscheidend sein. Denn noch immer stirbt jeder achte Patient, der einen Herzinfarkt überlebt hat, innerhalb der ersten zwölf Monate. Mit der richtigen Ernährung und gezieltem Sport könnten diese Zahlen noch einmal drastisch gesenkt werden, so die Experten.

"Das Bewegungsprogramm hat nicht nur direkte Effekte auf die Herzleistung, also auf das Herz selber, sondern auch auf andere Faktoren. Unter einem regelmäßigen Bewegungsprogramm verlieren Sie Gewicht und Sie trainieren Ihre peripheren Gefäße und unterstützen damit natürlich auch Ihre Herzleistung. Für einen Patienten der einen Herzinfarkt erlitten hat und nie Sport ausgeübt hat ist es sehr sinnvoll, langsam und aufbauend unter ärztlicher Kontrolle zu trainieren. Das Rehab-Programm ist hier sicher ein sehr sinnvolles Hilfsmittel. Aber auch jeder Kardiologe und Sportmediziner kann hier unterstützend mithelfen", so Univ.-Prof. Dr. Otmar Pachinger, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie.

"Sport ist Mord" - dieser Ausspruch gilt hier also nicht! Jedoch kann falsch verstandener Leistungssport sehr wohl sehr schnell gefährlich werden. "Spitzensport ist auch eine Spitzenbelastung für den Körper und kann bei nicht entsprechender Kontrolle den Körper auch schädigen. Von großer Wichtigkeit ist, dass Personen die Spitzensport betreiben wollen entsprechend medizinisch voruntersucht werden. Manchmal gibt es einen nicht bekannten Defekt im Körper, vielleicht im Herzen, der dann durch übermäßige sportliche Betätigung zum Tragen kommt. Wir kennen diese seltenen und tragischen Beispiele von Spitzensportlern, die plötzlich und ohne Vorwarnung mit Herzrhythmusstörungen umfallen und daran sterben können. Hier ist gerade bei Kindern und Jugendlichen, die an den Spitzensport herangeführt werden, eine entsprechende medizinische Grunduntersuchung und dann auch entsprechende Folgeuntersuchungen ganz entscheidend.", so Prof. Huber.

Generell ist es ratsam sich vor stärkerer sportlicher Belastung oder bei bereits bekannten Erkrankungen einem medizinischen Leistungscheck zu unterziehen. Der jedoch größte Fehler wäre, auf Bewegung zu verzichten.

____________________________________________________________________________________________________________________________________________________
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü