Blutdrucksenkung - Österreichischer Herzfonds

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Blutdrucksenkung in der Primärversorgung Wiens
"Lowering Blood Pressure in Primary Care in Vienna"

Hintergrund
Bluthochdruck  ist der bedeutendste Risikofaktor für die Gesamtsterblichkeit in der  westlichen Welt und mit einer Vielzahl an kostenintensiven  Krankheitsbildern, wie z.B. Schlaganfall, Herzinfarkt, Nierenschwäche  und Demenz assoziiert. Ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung ist von  Hypertonie betroffen, wobei im internationalen Vergleich nur 30-50% der  Patienten unter Therapie das Blutdruckziel erreichen. In  Österreich wurden die rezentesten Daten im Jahr 2003 (SCREEN-II Studie)  erhoben und zeigen, dass hierzulande lediglich 17% der Patienten  normotensive Blutdruckwerte unter Therapie aufwiesen.*
Dies ist sowohl auf die unzureichende Aufmerksamkeit und Konsequenz  der behandelnden Ärzte, als auch auf mangelnde Compliance der Patienten  bei der Tabletteneinnahme zurückzuführen.

Studiendesign
Ziel dieser prospektiven, randomisierten, multizentrischen klinischen Studie ist die Optimierung der Blutdruckeinstellung in der Primärversorgung in Wien. Die Studie wird bei 42 Hausärzten durchgeführt, und es werden 840 Patienten mit Bluthochdruck daran teilnehmen.
Arztpraxen werden in zwei verschieden Therapieschemata, entweder zum Kontrollarm (Standardtherapie nach aktuellen Empfehlungen der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie) oder zum Interventionsarm randomisiert. Im Interventionsarm erfolgt die Blutdruckeinstellung nach einer vereinfachten Therapiestrategie unter Verwendung von Kombinationspräparaten mit den Wirkstoffen Olmesartan, Amlodipin und Hydrochlorothiazid. Die antihypertensive Therapie wird in 4-wöchentlichen Abständen gesteigert, bis das Blutdruckziel von < 140/90 mmHg erreicht ist.

Endpunkte
Der primäre  Endpunkt ist der kumulative Anteil an Patienten, die das Blutdruckziel  nach 6 Monaten erreichen. Als sekundärer Endpunkt wird die Optimierung  des 24h Blutdruckprofils, erhoben bei Einschluss in die Studie sowie  nach 6 Monaten, untersucht. Als Sicherheitsendpunkte werden  behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse, insbesondere  Hospitalisierungen, Nierenversagen, Beinödeme und behandlungsbedürftige  Hypotonie erfasst. Darüber hinaus wird die Studie die Qualität der  Blutdruckeinstellung in der Primärversorgung Wiens und die  Kosteneffektivität von antihypertensiven Kombinationspräparaten in  Österreich untersuchen.

*Hitzenberger  G, Magometschnigg D. Blood pressure characteristics of hypertensive  patients in Austria as determined by self-monitoring (SCREEN-II).  pressure. ;12(3):134-138.
Bildquelle: © goodluzi - Fotolia.com
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