Geschichte

 

 

 

50 Jahre Schach dem Herztod

Am 7. Mai 1971 wurde der Österreichische Herzfonds offiziell in das Stiftungsregister eingetragen. Der Gründer, Prof. Dr. Kaindl und seine Nachfolger:innen haben mit großem Engagement und Fachwissen dazu beigetragen, die Sterblichkeit an Herz­erkrankungen und  Herzinfarkt zu senken, die Behandlung von Patient:innen zu verbessern und so Leben zu retten. Wir haben Geschichte geschrieben und das war nur möglich, weil viele Menschen hinter uns stehen und unsere Arbeit mit ihrer Spende unterstützen. Bitte spenden auch Sie für die Zukunft!

Anlässlich unseres 50. Geburtstages haben wir eine Jubiläums-Broschüre herausgegeben, die Sie auf eine Zeitreise durch die letzten 50 Jahre einlädt. Blättern Sie hier online durch oder bestellen Sie sie, wir senden Ihnen die Broschüre gerne kostenlos per Post zu.

Unsere Gründung

In den 60er Jahren wuchs die Zahl der Patienten und Patientinnen mit Herz-Kreislauferkrankungen ständig an. Vor allem der „Herzinfarkt“, der damals die Managerkrankheit Nummer 1 war. Konsequent ergab sich daraus die Bildung des medizinischen Fachgebietes „Kardiologie“ als Zusatzausbildung zur Internen Medizin. Analog zur Entstehung der American Heart Association gründete Univ.-Prof. Dr. Fritz Kaindl  († 13.09.2015)  – der erste Leiter der Kardiologischen Gesellschaft Österreichs – im Jahr 1971 den Österreichischen Herzfonds.

Im Stiftungsbrief vom 7. Mai 1971 heißt es:„Die Zunahme der Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems macht es notwendig die Forschung auf diesem Gebiet zu intensivieren. Es muss aber auch das Wissen auf diesem Sektor allen zugänglich gemacht und die Bevölkerung aufgeklärt werden. Schließlich stellt sich die Aufgabe, die Bedeckung des kostspieligen apparativen Aufwandes für in ganz Österreich einzurichtende Spezialstationen zur Überwachung und Behandlung akut Herz-Kreislauf-Erkrankter sicherzustellen. Aus diesem Grund stiftet der Österreichische Bankenverband einen Geldbetrag von öS 100.000,- zur Errichtung des Stiftungsfonds Österreichischer Herzfonds.“

 

Parallel zum Genehmigungsverfahren lief am 14. Februar 1971 die österreichweite Aktion „Schach dem Herztod“ an, die vom ORF unter dem damaligen Generalintendant Gerd Bacher († 27.06.2015) großartig unterstützt wurde. Die Aktion lief bis 19. Dezember 1971 täglich in Hörfunk und Fernsehen.


Im Laufe der Gründungsaktion wurden 5.520.371 überfrankierte Postkarten, die zugleich Teilnahmescheine für ein Gewinnspiel waren, an den ORF geschickt. Davon alleine über eine Million in der letzten Einsendewoche. Zu den Einsendungen kamen noch Spenden in der Höhe von 1.289.394 Schilling (rd. 93.700 Euro). Preise im Wert von 6,4 Mio Schilling (rd. 465.000 Euro) wurden unter den Einsender*innen verlost. Die Gründungsaktion war ein voller Erfolg und brachte einen Gewinn von rd. 50 Millionen Schilling (rd 3,6 Millionen Euro) für den Österreichischen Herzfonds.

Das Motto

Die Spendenaktion sowie die Gründung des Österreichischen Herzfonds standen unter dem Motto „Schach dem Herztod“. Das Ziel war die finanzielle Mittelbeschaffung für

 

  • den Ankauf von Apparaturen für die Einrichtung von Herzintensiv-Überwachungsstationen für ganz Österreich
  • die Intensivierung der Bemühungen, alle Österreicher*innen mit den Maßnahmen zur Herz-Lungen-Wiederbelebung vertraut zu machen

Die ersten Programme

  • 6 HÜST Programme (für die Einrichtung von 96 Herzüberwachungsstationen in ganz Österreich)
  • Ankauf von Übungspuppen zum Erlernen der Herz-Lungen-Wiederbelebung für Schulen
  • Kurse für Kinder und Erwachsene zum Erlernen der Herz-Lungen-Wiederbelebung
  • Ausstattung von Notarztwägen
  • Echokardiographie-Geräte für Krankenhäuser
  • Einrichtung von Kardiologischen Abteilungen
  • Förderung ausgewählter Herzforschungsprojekte

Hier finden Sie ein Interview zum 15jähringen Jubiläum 1986

Am 02. Dezember 1986 wurde in der Sendung „Von Tag zu Tag – 15 Jahre Österr. Herzfonds“ dieses Interview mit Univ.-Prof. Dr. Fritz Kaindl, dem Gründer des Österreichischen Herzfonds, im ORF ausgestrahlt.

Hier finden Sie ein Video zum 40 Jahr-Jubiläum 2011

Bis heute wurden insgesamt rund 16 Millionen Euro für die Herzgesundheit der Österreicher:innen ausgegeben. Alle Projekte wurden und werden ausschließlich durch Spenden von Privatpersonen und Firmen finanziert.

 

Interview aus dem Jahr 2014

In diesem Interview von vielgesundheit.at aus dem Jahr 2014 spricht Cornelia Kreuter mit Univ.-Prof. Dr. Otmar Pachinger (damals Präsident des Österreichischen Herzfonds) und Prim. Univ.-Prof. Dr. Kurt Huber, dem heutigen Präsidenten über Projekte des Herzfonds.