Denkt man an Herzinfarkt, stellt man sich häufig starke Schmerzen in der Brust vor. Doch bei Frauen sehen die Symptome oft ganz anders aus. Frauen erkennen diese Anzeichen oft nicht und nehmen sie daher auch nicht ernst. Auch weil sie nicht wissen können, welche fatalen Folgen das für sie haben kann.
Herzinfarktsymptome bei Frauen
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Menopause: Wendepunkt fürs Herz
In den Wechseljahren steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor allem wegen der hormonellen Umstellung. Vor der Menopause schützt das Hormon Östrogen die Gefäße. Es hilft dabei, sie elastisch zu halten und wirkt sich günstig auf Cholesterin und Stoffwechsel aus. Wenn der Östrogenspiegel sinkt, fällt ein Teil dieses Schutzes weg.
Gleichzeitig verändert sich der Körper: Viele Frauen nehmen eher am Bauch zu, der Blutdruck kann steigen und die Cholesterinwerte verschlechtern sich. Auch der Blutzucker gerät leichter aus dem Gleichgewicht. Diese Veränderungen belasten die Gefäße zusätzlich.
Da die Wechseljahre mit einer allgemeinen Alterung des Körpers einhergehen, kommen mehrere Faktoren zusammen. Dadurch steigt das Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems nach der Menopause deutlich an.
Worauf Sie achten müssen
Während der Wechseljahre sollten Sie besonders achtsam sein, in Bezug auf:
Frühzeitige Vorsorge kann die Gefahr von Herzkrankheiten deutlich reduzieren.
Was Sie selbst tun können
Das unerkannte Risiko: Jede dritte Frau stirbt an Herzinfarkt, Herzschwäche oder Schlaganfall, jedoch „nur“ jede 25. an Brustkrebs! Jede 2. Frau geht regelmäßig zur Krebsvorsorgeuntersuchung, kaum eine Frau realisiert jedoch das viel höhere Infarktrisiko.
Herz-Kreislauferkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache bei Frauen. 2023 sind in Österreich 16.000 Frauen infolge von Herz-Kreislauferkrankungen verstorben, das sind um 2.000 mehr als Männer (Statista 2024).
Frauen zeigen mitunter andere Symptome für einen Herzinfarkt. Der typische starke Brustschmerz macht sich bei ihnen weniger häufig bemerkbar als bei Männern. Frauen berichten eher von einem Druck- oder Engegefühl im Bauchraum und schließen fälschlicherweise auf eine Magenverstimmung. Und so kommt Hilfe meist zu spät.
Deshalb möchten wir mehr Bewusstsein für Herz-Erkrankungen bei Frauen schaffen. In Anlehnung an die erfolgreiche Aktion der Healthcare-Frauen in Deutschland und den amerikanischen National Wear Red Day® fand auch hierzulande am 6. Februar 2026 ein wichtiger Aktionstag für mehr Frauen-Herzgesundheit statt. Schirmherrin dieser wichtigen Aktion war Univ.-Prof. Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer, Vize-Präsidentin des Österreichischen Herzfonds. Hier finden Sie ein Statement unseres Präsidenten Univ.-Prof. Dr. Kurt Huber. Hier geht’s zur Website von GORED
